Wetter zum 1. August – Sommerlich mit lokalen Gewitter

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30. Juli: Ab sofort totales Feuerwerks- und Feuerverbot im Kanton Thurgau. 

 

Die anhaltende Wetterblockade scheint sich auch in den August hinein zu ziehen. Der steuernde Jetstream (Starkwindband in grosser Höhe) zieht nach wie vor über Grossbritannien weit nach Norden. Für was ist dieser wichtig?

Wo sind die Tiefdruckgebiete?

Im Jetstream bilden sich Verwirbelungen, also Tiefdruckgebiete welche Warm- und Kaltfronten im Schlepptau haben. Da aber diese –  wie eben oben beschrieben –  einen weiten Bogen um grosse Teile von Mitteleuropa machen und sich die Hochdruckgebiete über uns im wahrsten Sinne des Wortes „festgekrallt“ haben, ist auch mit flächigem Regen in naher Zukunft kaum zu rechnen. Der Blick auf die nächsten 14 Tage und man sucht vergeblich nach nennenswerten Niederschlagsignalen in all den verschiedenen Wettermodellen.

Die schlappe Kaltfront vom gestrigen Samstag ist eigentlich nicht die Rede wert: Während ab Zürich westwärts etwas Regen kurzzeitig für Erfrischung aber keine grosse Linderung der Trockenheit sorgte, ging man hier in der Nordostschweiz teilweise komplett leer aus dem Rennen. Die paar Tropfen beispielsweise hier an der Messstation Amriswil vermochte den Regenmesstrichter nur etwas anfeuchten. Soll heissen, es wurde nicht einmal 0.2 mm Regen registriert.

Die Ausbeute ist auf der unterstehenden Regensummenkarte schön zu sehen.

 

1. August im Oberthurgau – Nach aktuellem Stand (29.Juli)

Nach diesem kurzen „Nicht-Regen-Intermezzo“ folgt bereits ein neues Hoch von Süden her und dehnt sich weiter nach Norden aus. Dennoch liegen wir nicht gänzlich unter dem Höhenrücken, so dass angefeuchtete Luftmassen aus Südwesten zu uns strömen kann. Es wird, nebst dem es sehr warm bis heiss wird, auch noch tüppig. Schwitzen ist angesagt. Für Blitz und Donner ist das Feuchteangebot also das beste Futter. Zudem wird in grosser Höhe (5500 m) etwas kältere Luft herangeführt was die Atmosphäre zusätzlich labil und damit Gewitteranfällig macht. Jedoch dürften sich die Gewitter aber am 1. August wesentlich auf die Berge beschränken. Das sich ein lokales Donnerwetter auch zu uns ins Oberthurgau verirrt ist aber nicht auszuschliessen. Das „Trifft mich – trifft mich nicht-Spiel“ geht also in eine neue Runde. Die Temperaturen aber bewegen sich im hochsommerlichen Bereich.

Mit weiter fehlendem Regen und den heissen Temperaturen wird sich die Trockenheit auf unbestimmte Zeit weiter verschärfen.

Situation zum 1. August

 

Aktueller Wasserpegel in Romanhorn 

Rund 1 m weniger Wasser als im Durchschnitt zu erwarten ist.

 

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