Update – Sturm „Sabine“ ante potras

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«Lolita», «Petra», und nun also «Sabine». Nach einer schönen, aber kurzen Hochdruckphase kommen weite Teile von Europa unter Beschuss von einem Sturm-bzw. Orkantief.

Was da auf dem Nordatlantik genau vorgeht, wohin was zieht und was es für Auswirkungen in unserer Region hat – das alles können Sie den folgenden Zeilen entnehmen. Die kommenden Tage werden – aus der Sicht eines Wetternerds – auf jeden Fall spannend.

Was geht da vor?

Auf dem Nordatlantik, zwischen Grönland und Island hat sich auf heute Freitag ein mächtiges Sturmtief mit dem Namen „Ruth“ gebildet. (Anmerkung: 2020 sind Tiefdruckgebiete weiblich, Hochdruckgebiete männlich. 2021 dann wieder umgekehrt).

Etwa bei Neufundland, also am südwestlichen Rand vom Zentraltief „Ruth“, entwickelt sich am Samstag das Tiefdruckgebiet „Sabine“, das sich sehr rasch verstärkt und im Eiltempo nach Schottland, später dann aber eher gemächlich weiter in Richtung Skandinavien zieht. Der Kerndruck von diesem Sturmtief wird kurzzeitig etwa 940 hPa aufweisen. Dem entgegen liegt mit rund 1030 hPa ein Hochdruckgebiet über Südwesteuropa.

Zu erwähnen ist noch, das der Jetstream (Starkwindband in rund 9000 m Höhe) am Montag über der Schweiz zu liegen kommt mit einem Maximum von 295 km/h. (Grafik rechts)

 

Was erwartet uns aus heutiger Sicht?

Aktualisiert am 09. Februar 2020, 16:20 Uhr

Orkantief «Sabine» ist im Begriff sich auf dem Nordatlantik zu entwicklen. Morgen Mittag wird Sie bereits über Schottland ziehen und dann weiter Kurs Richtung Skandinavien nehmen. Die Kaltfront erreicht uns am Montag. Am südlichen Rand von «Sabine» bildet sich eine zyklonale Ausbuchtung, die am späteren Abend nochmals starke Böen bringen dürfte.

 Das wichtigste in Kürze

Es folgen zwei Hauptwindfelder auf die ein Auge geworfen werden müssen:

  • 1. Phase: mit dem Durchzug der Kaltfront werden die stärksten Böen erwartet: Zeitraum zwischen dem frühen Montagmorgen und dem frühen Nachmittag. Es ist verbreitet mit Böen zwischen 80 und 110 km/h, gebietsweise und exponiert bis 120 km/h zu rechnen.
  • 2. Phase: Mit der Entwicklung eines Randtiefs folgt ein weiters Windfeld  am späteren Montagabend und in der Nacht auf Dienstag. Auch da sind durchaus Böen von 70 bis 100 km/h oder mehr in Aussicht.

Vorsicht wer sich im Freien aufhält, lose Gegenstände gilt es zu sichern!

Im auf dem neusten Stand und mit entsprechenden Warnhinweisen ist man auf der intern geschalteten Warnkarte.

Infos diesbezüglich und natürlich auch jede Menge andere Beiträge bekommt Ihr auch auf Facebook oder Instagram.

 

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