Starkregenereignis 8./9. Juli

In den vergangenen etwas mehr als 24 Stunden – von Donnerstagnacht bis Freitagmorgen – fielen beträchtliche Regenmengen und sorgten mancherorts für Überflutungen und vollgelaufenen Kellern. Wir blicken kurz zurück:

In einer ersten Phase fiel besonders am Donnerstagmorgen bis etwa kurz nach Mittag teils intensiven Gewitterregen, welche die ohnehin schon gut gesättigten Böden allmählich an ihre Kapazität brachten. Viel Wasser floss da schon über den Boden hinweg in die Kanalisation oder in die umliegenden Bäche. Allein die Aach führte am Donnerstagmittag schon viel Wasser. Mehr zum ersten Starkregenereignis ist dem Beitrag von gestern zu entnehmen → Starkregenereignis – Zwischenbilanz und Ausblick.

Nach kurzer trockenen Phase mit sonnigen Abschnitten am Nachmittag, wurde in der sehr feuchtwarmen Luftmasse die Niederschlagsaktivität erneut explosionsartig aktiviert. Der Grund lag zum einen am bodennahen Windwechsel von Südwest auf Nordwest, was die einfliessende kühlere Luft die hier liegende feuchtwarme Luft in die Höhe zwang und zur raschen Schauer- und Gewitterentwicklung führte. Anderseits zog ein Höhentief über uns hinweg, was für zusätzliche Hebung sorgte. In relativ kurzer Zeit fielen nochmals beträchtliche Regenmengen – auf die mittlerweile durch und durch gesättigten Böden.

An verschieden Orten traten so Bäche über die Ufer und drangen in Keller, Garagen und Ställe ein. In Buch b. Kümmertshausen mussten beispielsweise sämtliche Kühe evakuiert werden, weil der gänzliche Stall unter Wasser stand. Ebenfalls kam es dort – wie auch an anderen Orten – zu Schäden am Hausinventar.

Anbei die 24h-Niederschlagssummen:

 

Bilder von Donnerstagabend und Freitagmorgen (zum vergrössern ins Bild klicken)

 

 

Kurze Verschnaufpause

Mit einem Zwischenhoch trocknete es heute Freitag immer mehr und die Sonne setzte sich allmählich in Szene. Morgen Samstag wird es tagsüber sonnig und warm. In der Nacht folgen aber aus Südwesten neue Schauer und Gewitter. Diese können stellenweise kräftig ausfallen und erneut viel Regen in kurzer Zeit bringen. Wenigstens handelt es sich hier drum nicht um quasistationäre, sondern um ziehende Gewitter, welche sich somit rasch weiter bewegen und nicht ortsfest verharren. Dennoch heisst es mit der momentanen Ausgangslage – wachsam bleiben.

Den nach erneuter Trockenphase kündigt sich mit einem neuen Höhentief auf Montagabend (Timing noch unsicher) und Dienstag neuer kräftiger Regen. Die genaue Entwicklung kristallisiert sich in den neuen Modellläufen heraus und wird auch von mir im Auge behalten…

 

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