Schnee en masse!

Am Donnerstag und Freitag (14./15. Januar) fiel aufgrund einer stationären Luftmassengrenze teils ergiebige Schneefälle. Strassen und Schienen hatten mit dem Ereignis massiv zu kämpfen. Zudem gab es durch die Schneelast an verschiedenen Orten Astbruch, teilweise wurden ganze Bäume gespalten. Erinnerungen werden wach an den Schnee vom 4. und 5. März 2006.

 

Was geschah?

Nachdem uns in der Nacht auf Donnerstag eine Warmfront mit Regen und steigender Schneefallgrenze erreichte, floss in den frühen Morgenstunden des Donnerstags deutlich kältere Luft von Nordosten herein. Dies war zwar so absehbar, jedoch geschah dies ein paar Stunden früher als ursprünglich in den Modellen gerechnet. So sank die Schneefallgrenze rasch bis an den See und im morgendlichen Berufsverkehr gab es erste schwierige Herausforderungen zu meistern. Wie eingangs erwähnt lag danach eine beinahe stationäre, scharfe Luftmassengrenze über der Schweiz. Sie trennte die Schweiz in zwei Wetterteile – die westlichen Landesteile lagen eher auf der milden, wir – die östlichen – auf der kälteren Seite. Eine solche Konstellation hat oft das Potenzial für intensiven Niederschlag, nur ist es meist ein schmaler Grad. Eine allfällige Verschiebung dieser Grenze, sagen wir um 50 bis 100 Kilometer können markante Auswirkungen haben.

 

Intensiver Schneefall mit ordentlichen 24-Stundensummen

Die Schneefälle hielten von Donnerstagmorgen bis Freitagvormittag an – ununterbrochen und teils ergiebig. Am Donnerstagabend (17:00 Uhr) wurden in Amriswil schon rund 24 cm gemessen. Am Freitagmorgen (04:45 Uhr) waren es bereits 39 cm und beim Niederschlagsende Mitte Vormittag wurden «Amriswiler Wetter» aus Amriswil 43 cm und aus Romanshorn 36 cm zugetragen (Danke an die Schneemelder). Etwas weiter in den erhöhten Gebieten des Oberthurgau dürften 50 cm erreicht oder sogar überschritten worden sein. Das sind doch beträchtliche 24-Stundensummen und nicht gerade oft gesehen in der Region. Da werden Erinnerungen wach an das Schneeereignis am 4. und 5. März 2006. Damals war eine sogenannte Gegenstromlage verantwortlich – ähnlich wie heute, aber nicht ganz die gleiche Ausgangslage. Damals wurden in etwa die gleichen Schneesummen im 24-h-Zeitraum erreicht.

Am Samstag folgt eine Verschnaufpause, aber schon in der Nacht auf Sonntag folgt die nächste Schneefront. Jedoch werden die Neuschneemengen bei weitem nicht denen der letzen Tage das Wasser reichen können: Erwartet werden zwischen 2 und 15 cm, dabei wird die Schneefallgrenze womöglich zwischen 400 und 500 m zu liegen kommen.

 

Impressionen aus der Region

 

 

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