Rückblick zum gestrigen Sturm und eine kleine Zeitreise

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Bilanz zum Sturm «Bianca»

Ein kleines Randtief entwickelte sich am Mittwoch am südlichen Rand eines Tiefdruckkomplexes über dem Nordatlantik. Mit seiner weiteren Verlagerung nach Osten gewann es an Kraft und wurde zu einem kleinen, aber giftigem Sturmtief mit dem Namen Bianca. Dieses zog über die Benelux-Staaten und Süddeutschland weiter nach Tschechien. Sein Windfeld erfasst auch unsere Region.

Das mit dem herannahen eines Tiefs der Druck sinkt ist im Sinne der Natur. Der Druckverlauf gestern war aber schon bemerkenwert.

Um 12 Uhr lag der Luftdruck noch um 1005 hPa, sank innert 6 Stunden auf 996 hPa, was einen Druckunterschied von 9 hPa macht. Noch krasser war der Druckanstieg mit dem Durchzug der Kaltfront. So stieg dieser innerhalb von 3.5 Stunden um satte 12 hPa. Ein solcher gewaltiger Druckanstieg äussert sich naturgemäss mit Wind – und dieser hatte es in sich, sozusagen buchstäblich von 0 auf 100 innert weniger Minuten.

 

 

Und die gemessenen, maximalen Windböen im Oberthurgau

 

Zeitreise ins Jahr…

Wir steigen in die Zeitkapsel und reisen zurück in die Vergangenheit – und zwar genau 2 Jahre.

Dieses Foto stammt vom 28. Februar 2018 in Romanshorn.
Das Zusammenspiel von Wasser und der Bise hat den Hafen in ein wunderschönes, eisiges Kleid verwandelt.

Die Wetterlage für eine solche Eiskunst hätte fast nicht besser sein können:
Ein umfangreiches Hochdruckgebiet verharrte mehrere Tage über Skandinavien, gleichzeitig drehte ein Tief seine Runden südlich der Schweiz. Der Weg war geebnet bzw. frei für sibirische Kaltluft aus Nordosten.

Dies Wiederspiegeln auch die Messwerte von damals:
blau = Tageshöchsttemperaturen
violett = Nachttemperaturen

Spezieller Dank geht an Michaela Studer für das Foto 🙂

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