Randtief „Fabienne“

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Nach dem Tief ist vor dem Tief. In etwa so könnte man in einem Satz das heutige Wetter zusammenfassen. Wie im Titelbild zu sehen gestaltete sich der Samstag nicht unfreundlich.

Dies nachdem uns gestern in den Abendstunden eine wenig aktive Kaltfront von Tief „Elena“ überquerte. Dahinter dehnte sich in der Nacht vorübergehend ein Hoch zu uns aus. Es wurde aber spürbar kühler, im Gegensatz zu den vergangenen Tagen und so erreichten die Höchstwerte heute nur noch rund 18 Grad. „Elena“ liegt hinter uns, konzentrieren wir uns also auf das nächste Tief.

Bereits in den letzten Tagen wurde an der Stelle über diese Dame geschrieben, welche zu diesem Zeitpunkt noch keinen Namen hatte. Mittlerweile hat Sie einen bekommen – Fabienne.

Zugbahn

Noch vor kurzem wurde die Zugbahn nördlicher und der Druck im inneren des Tiefs deutlicher tiefer berechnet. Nun liegt die Zugbahn südlicher (auf einer Linie Nordfrankreich – Belgien – Mitte Deutschland – Tschechien) dafür ist der Druck etwas höher. Von dem her gesehen macht es die Sau nicht fett und es gleicht sich am Schluss aus. Dies nach dem Modell GFS.

Trotzdem: Trotz Kurzfrist sind sich das amerikanische (GFS) und das europäische Modell (ECWMF) nicht ganz einig, wie stark die Winde sein werden und welcher genaue Kurs „Fabienne“ nun einnehmen wird. Es handelt ich hierum jedoch um relativ kleine Abweichungen, den go „lufte“ kommt es so oder so. Ich folge dem amerikanischen, weil ich es tendenziell (fast) immer tue.

Aktuell formiert sich das Randtief (Randtief, dies weil es am südlichen Rand des grossen Tiefdruckkomplexes über Skandinavien entsteht) kurz vor Grossbritannien, liegt morgen Sonntagfrüh (6 Uhr) über Belgien und am Abend (18 Uhr) bereits über Tschechien.

Zuerst erreicht uns bereits in der Nacht auf Sonntag die zu Fabienne gehörende Warmfront, etwas Regen ist dabei nicht ausgeschlossen. Morgen Sonntag mehr Wolken als Sonne, zum grössten Teil trocken und weil wir uns im Warmsektor befinden steigen die Temperaturen nochmals auf sommerliche (vielleicht das letzte Mal?) 25 Grad. Der Wind lebt dabei immer mehr auf.

Am späteren Abend, spätestens in der ersten Nachthälfte erreicht uns die dazugehörige aktive Kaltfront und bringt zwar – einmal mehr – keine grossen Regenmengen, aber im Zuge des plötzlichen Druckanstiegs werden in diesem Abschnitt die höchsten Windböen erwartet. Diese können durchaus Böen von 60 bis 80, lokal aber bis 100 km/h erreichen und gelten sowohl für die hügeligen wie auch für die flachen Gebiete des Oberthurgaus.

„Fabienne“ auf Ihrem Weg quer durch Mitteleuropa mit der dazugehörigen Warmfront (rote Linie) und der Kaltfront (blaue Linie)

 

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