Kaltlufteinbruch: Entwicklung

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Am Wochenende erwartet uns ein durchaus markanter Kaltlufteinbruch. Das es am Sonntagmorgen im Oberthurgau in etwas so aussieht wie im Beitragsbild (Morgen des 28. April 2017) wage ich jedoch zu bezweifeln. Eine gewisse Nervosität dürfte aber – wenn wundert’s – bei den Obstbauern sicherlich spürbar sein, den bis Dienstag ist nicht der mögliche wenige Schnee das Problem, sondern die teilweise klaren Nächte und damit Gefahr von Frost. Im folgenden Beitrag wird die Wetterentwicklung der nächsten Tage unter die Lupe genommen.

In aller Kürze:

  • Samstagnachmittag Kaltfront begleitet von starkem Wind und kräftigem Niederschlag
  • Sonntag wechselhaft und mit Bise um 8 Grad
  • Frostgefahr: Insbesondere Nacht auf Montag und Dienstag
  • etwas Schnee kurzzeitig (Nacht auf Sonntag) höchstens in leicht erhöhten Regionen
  • Niederschlagssummen bis Sonntagabend (23 Uhr): 15 bis 30 mm

 

Die Kaltluft ist auf dem Weg in Richtung Schweiz und hat (Freitagnachmittag) bereits Norddeutschland erreicht. Und: Sie kommt nicht über Umwege sondern direkt von den polaren Regionen. Dies zeigt auch schön die Rückwärtstrajektorie, mit der zurückverfolgt werden kann, vorher die Luftmasse auf etwa 2000, 5500 und 7000 m Höhe stammt.

 

 

Gegen Samstagnachmittag und frühen Abend hin hat sie dann auch den Oberthurgau erreicht und äussert sich als markante Kaltfront. Und diese macht sich nicht ohne Nebengeräusche bemerkbar: Vor und unmittelbar mit Durchzug der Kaltfront wird der Wind böig auffrischen und vorübergehend stark bis stürmisch wehen. Bereits in der ersten Tageshälfte sind erste Regenschauer einzuplanen, mit der Front aber folgt kräftiger Niederschlag. Die Schneefallgrenze wird von rund 1000 m in der Nacht auf Sonntag auf etwa 600 m sinken. In intensiven Phasen sind aber Flocken bis an den See durchaus möglich. Da diese Nacht meist bedeckt bleibt ist auch die Frostgefahr gering.

Am Sonntag bleibt es den ganzen Tag über stark bewölkt mit Regenschauern und nur wenigen Auflockerungen. Schneeflocken am morgen anfänglich noch bis 400 m, ist im weiteren Verlauf des Tages aber erst wieder ab 800 m ein Thema. Dazu bläst uns eine schwache bis mässige Bise um die Ohren. Mit beginnendem Hochdruckeinfluss lockern in der Nacht auf Montag die Wolken immer mehr auf. Dabei sinken die Temperaturen in den empfindlichen Minusbereich, je nach dem wie lange die klaren Abschnitte sind. Gefahr von Bodenfrost ist in dieser Nacht am grössten, aber auch Luftfrost (2m Höhe).

Der Hochdruck nimmt am Montag weiter zu, Schauer sind noch vereinzelt einzuplanen. In der Nacht auf Dienstag nähern sich die hohen Wolken einer Warmfront. Sie könnten eine allzu starke Abkühlung verhindern. Bodenfrost wahrscheinlich, Luftfrost aber durchaus möglich und im Auge zu behalten.

Ein Frosthinweis wird auf der Warnkarte geschaltet.

Weiterer Verlauf

Mildes Westwindwetter, kaum Frost.

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