Kaltluft rückt näher

Ein Beitrag für diejenigen, die auch gespannt auf das Wetter zu Weihnachten blicken und auch der Unsicherheit bezüglich der Wetterlage und den daraus gezogenen Spekulationen etwas Raum geben…

Seit ein paar Tagen zeichnet sich in den Wettermodellen mehr und mehr eine Wetterumstellung ab. Denn auf Weihnachten hin wird uns aus Norden kältere und teils feuchte Luft herangeführt. Ob es schon für Flocken an Heiligabend reichen wird? 

Nachdem es pünktlich zum 1. Dezember und somit zum meteorologischen Winterbeginn für das erste Schäumchen Schnee reichte, wurde es im Oberthurgau aber auch bald wieder zu mild für Schnee. In den letzten Tagen dann herrschte hier ein ruhiger und nebliger Wettercharakter. Dies ändert sich auf die kommende Woche. Ein Versuch, die Wetterlage nach den derzeitigen Unterlagen zu erläutern:

Zunächst milder Einschub, dann… ?

Ein kräftiges Tief zieht unter Verstärkung vom Atlantik in Richtung Grossbritannien und lenkt eine Warmfront zu uns. Diese wird zunächst der milden Luft aus Südwesten die Tore öffnen, weshalb es am Dienstag/Mittwoch gut und gerne bis zu 12 Grad geben dürfte. Auf seinem weiteren Weg nach Nordosten wird sich das Tief voraussichtlich über Nordeuropa zu einem umfangreichen Tiefdruckkomplex verwandeln. Zwischen diesem und einem nachrückenden Hoch über dem Atlantik, wird der Weg nach Süden frei für kältere Luftmassen – vergleichbar wie auf einer Rutschbahn. Doch ganz so einfach und überschaubar ist es denn doch noch nicht. Und es liegen ja auch noch 6 Tage bis Heiligabend vor uns.

Was gibt es also auf den zweiten Blick zu beachten:

  • Mit dem nachrückendem Hoch stellt sich die Frage, wie viel Niederschlag beim Eintreffen der kältesten Luft noch vorhanden sein wird, dass dieser überhaupt noch in fester Form fällt?
  • Am Rande des Komplexes bzw. innerhalb dieser „Rutschbahn“ entwickeln sich allenfalls neue Tiefdruckgebiete die uns beschäftigen werden. Ob diese dann zum Weihnachts- und Stephanstag vorübergehend doch wieder leicht „zu“ milde Luft bringen werden und Schnee erst in höheren Lagen zum Thema werden wird, das muss derzeit abgewartet werden.

Apropos Rutschbahn: Auf der folgenden Grafik ist dieser Begriff beinahe wortwörtlich zu nehmen. Den auf dieser ist schön zu sehen, wie auf rund 1500 m die Temperatur nach einem kurzem Anstieg (durch die herangeführte milde Luft der Warmfront) wie auf einer Rutschbahn in den Keller sinkt.

 

 

Wie sich die oben beschriebene Wetterlage in etwa entwickeln dürfte, ist den Grafikbildern und dem hinzugefügtem Beschrieb zu entnehmen.

Weisse Weihnachten?

Die Unsicherheiten sind, wie bereits angedeutet – noch recht gross. Ziemlich sicher ist, dass es im Grossen gesehen, vor allem in der Höhe doch deutlich kälter wird. Wenn wir den Fokus auf Weihnachten legen (dabei gehen wir schon von einem Schäumchen aus), dann sieht es Prozentual derzeit folgendermassen aus:

Im Wetterbericht wird diese Grafik täglich neu aktualisiert. Zudem finden Sie dort auch die aktuellen Aussichten für die kommenden Tage.

 

 

 

 

 

 

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