Erneute Hitzephase

Print Friendly, PDF & Email

Die Spatzen pfeifen es schon längere Zeit von den Dächern: Nach der Hitzewelle im Juni erwartet nun eine erneute Hitzephase. Was der Grund dafür ist und die voraussichtliche Dauer gemäss den Wettermodellen – auf diese Fragen gibt es die Antworten im folgenden Blog.

Mit einer schwachen Kaltfront sind am frühen Sonntagmorgen immer wieder Schauer über uns hinweggezogen. Zwar handelt es sich hier nicht um grosse und vor allem flächig gefallene Mengen, trotzdem ist jeder Tropfen schlichtweg wertvoll. Im Monat Juli ist nämlich noch nicht viel Regen zusammengekommen.

Omegalage – langlebiges Strömungsmuster

Wer aufmerksam die Medien verfolgt oder die Wetterdienste in Anspruch nimmt, der hat wahrscheinlich von einer „Omegalage“ gehört oder gelesen. Aber was ist das?

Dies hat mit der erwarteten Wetterkonstellation zu tun. Ein Hochdruckrücken erstreckt sich vom Mittelmeer bis weit in den Norden hinauf. An seiner westlichen und östlichen Seite flankiert jeweils ein Tief, das Hoch wird sozusagen in die Zange genommen, das Strömungsmuster ist blockiert. Störungen weichen über einen weiten Bogen nach Norden aus. Eine solche Wetterlage gleicht dem griechischen Buchstaben Omega (Ω) und ist bekannt für seine Langlebigkeit. Solch eine Konstellation kann sich über eine längere Zeit halten. Liegt die Schweiz im Hoch ist mit trockenem Wetter zu rechnen. Genauso könnten wir aber auch im „Wellental“, sprich im Tiefdruck zu liegen kommen, was nasses Wetter zu Folge hätte. Ersteres ist aktuell der Fall…

Das Ende dieser Omegalage ist aber absehbar. Dazu gleich mehr.

Zuerst setzten wir uns mit dem Hochdruckrücken auseinander, dessen Zentrum ziemlich genau über dem Alpenraum zu liegen kommt (s. H 592 in der Karte). Zwar gleicht die Druckkonstellation mit der im Juni, hat aber mit dem Ursprung der Luftmasse nichts gemein. Damals kam die heisse Luft aus dem nordafrikanischem Raum, dieses mal vom Atlantik. Diese ist zwar ebenfalls warm, die bevorstehende Hitze ist aber vor allem hausgemacht. Zum einen findet im Hoch eine Absinkbewegung statt, welche nicht nur abtrocknend und somit wolkenauflösend wirkt sondern sich auch zusätzlich erwärmt. Zum anderen steht jetzt gegen Ende Juli die Sonne hoch am Himmel und heizt uns ordentlich ein. So werden wieder Temperaturen zwischen 32 und 37 Grad erwartet. Gewitter dürften eine Ausnahme sein und sich wenn überhaupt auf die Berge beschränken.

In der Animation ist das Aufwölben des Hochs ersichtlich. Auf das Wochenende hin scheint das Tief über dem Atlantik Überhand zu gewinnen, das Hoch verabschiedet sich nach Norden. Dies nach dem amerikanischen Modell GFS. Das Ende der Hitze würde nach aktuellen Unterlagen am Freitag geschehen, dies infolge einer markanten Kaltfront. Je nach Timing und Ablauf könnte es dann ordentlich scheppern.

 

 

 

 

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am News. Setzte ein Lesezeichen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.